Soft Occupation - Gedanken zum Verhältnis BRD - USA (26 Min.)


G20: Unser offene Brief an unsere Mitmenschen von der Polizei


O f f e n e r   B r i e f

 

 

Liebe Mitmenschen von der Polizei!

 

Wir als Bürger, Teil des Volkes der BRD und somit des Souveräns, entschuldigen uns bei Euch Polizisten und Ordnungskräften aus dem gesamten Bundesgebiet für das, was Ihr im Rahmen des G20-Treffen erleben musstet.

 

 

Wir bitten um Entschuldigung

 

dafür, dass Ihr das G20 Treffen schützen solltet

 

  • an einem Ort ausgerichtet, der unübersichtlicher nicht sein konnte
  • und Eure volle Konzentration gefordert wurde, um überhaupt eine gewisse Sicherheit für Regierungschefs aus der gesamten Welt und deren Entourage zu gewährleisten
  • für Regierungschefs, die zum Teil autoritären Regimen vorstehen oder aus fragwürdigen Wahlprozessen ihre Macht beziehen
  • für Regierungschefs, willkürlich zusammengewürfelt
  • für ein Treffen ohne demokratische Legitimation,  wie sie im Gegensatz dazu zum Beispiel die UNO besitzt
  • für Regierungschefs, die teilweise demokratische Rechte mit Füßen treten
  • für Regierungschefs, die Euch, wenn Ihr dann zu Hause seid, längst vergessen haben

 
 

dafür, dass Ihr Befehle - vorgeblich in unserem Namen - ausführen musstet,

 

  • die dem Grundgesetz, das Ihr schützen sollt,  inkl. Versammlungsrecht widersprechen
  • die damit auch rechtlich fragwürdig sind
  • Ihr eine angemeldete und (überwiegend) friedliche Demonstration auf Grund undurchsichtiger Gründe mit Gewalt zerschlagen solltet
  • Ihr riesige Gebiete einer lebendigen Stadt, in der Menschen (Kinder, Kranke, Alte) leben und arbeiten, abzusperren und Tag und Nacht zu sichern hattet

 

dass Ihr bewusst und wissentlich Gewalt ausgesetzt wurdet, die

 

  • zum Teil provoziert wurde
  • zum Teil auf Grund extremer sozialer und akuter Frustration sich Bahn brach
  • möglicher Weise durch „agents provocateurs“ geschürt wurde oder
  • möglicher Weise sogar von bezahlten frustrierten Schlägern angeheizt wurde (s. taz v. 12.02.2015 „Demogeld für Antifas“)
  • möglicher Weise ganz andere Ziele verfolgt

 

dass die Befehlsgeber, die behaupten, in unserem Namen zu handeln

 Euch in unzumutbaren Unterkünften weit weg von zu Hause unterbrachten

  • Euch nächtelang nicht  haben schlafen lassen
  • Euch Angst  vor diesem „Pack“ eingepflanzt haben
  • Euch den ablehnenden Gefühlen der ortsansässigen Menschen und friedlicher Demonstranten ausgesetzt haben
  • Euch somit einem ungeheuren Stress aussetzten, mit allen daraus folgenden Konsequenzen
  • durch Training und  Appell an Korpsgeist versuchen, Eure eigene Menschlichkeit zu unterdrücken
  • Euch ohne Notwendigkeit der Gefahr körperlicher und geistiger Traumata aussetzten
  • Euch traumatisiert durch die Erlebnisse – nicht anders als Eure „Gegner“ –  nach Hause fahren ließen und Ihr vielleicht nicht einmal wisst, was (mit) Euch geschehen ist

 
 

Wir bitten um Entschuldigung,

 

dass Euch all dies in unserem Namen angetan wurde und wird.

 

Wir hoffen, dass wir alle aus diesen Ereignissen lernen und nicht dem Wahnsinn dienen.

 

 

Einem zerstörerischen, Menschen verachtenden Wahnsinn, in dem (oft selbst ernannte) Anführer durch Terror, Gewalt, Manipulation und Verführung den friedliebenden Menschen das Gefühl für Freiheit und Gerechtigkeit, Solidarität und Menschlichkeit austreiben wollen.

     

 

Wir wünschen uns für Euch und uns, dass Ihr alle, die Ihr in Hamburg Euren Dienst versehen habt, nie wieder in eine solche Situation gezwungen werdet!

 

Lasst uns alle unsere Menschlichkeit und unser angeborenes Mitgefühl verteidigen und bewahren.

 
Denn das ist es, was uns als Menschen auszeichnet!

 

 
 

Wir wollen in Freiheit und Frieden leben.

 

J e t z t  !

 

 

Josef J.  Diers                                  Jette Limberg-Diers

 

Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin                           Ärztin

 

Wohltorf, den 09.07.2017
www.aerzte-fuer-den-frieden.de

 


Water - Die geheime Macht des Wassers
Ganzer Film deutsch


- Das geheime Leben der Bäume -
Erwin Thoma